Handball-Landesliga: Nettelstedt II fertigt Jöllenbeck II mit 36:23 ab

Von Marc Schmedtlevin

Nettelstedt(WB). Nichts Neues in Nettelstedt: Die Handballer der TuS-Reserve dominieren ihre Partien in der Landesliga weiterhin nach Belieben. Dieses Mal wurde der TuS 97 Bielefeld/Jöllenbeck II mit 36:23 (19:11) abgefertigt.

 

Fünftes Spiel, fünfter Sieg – die Nettelstedter Herren bleiben mit der optimalen Bilanz an der Tabellenspitze. Von einem spannenden Spiel waren sie am Samstag weit entfernt. Zu stark waren die Gastgeber, zu schwach waren die Gäste aus Bielefeld. »Locker weg«, kommentierte TuS-Trainer Michael Jankowski den Auftritt seiner Mannschaft und unterstrich damit die gute Laune, die derzeit in Nettelstedt herrscht.

Nur in der Anfangsphase nahm das Spiel der Hausherren noch nicht die gewohnten Formen an. In der Offensive nahmen sich die TuS-Akteure noch einige überhastete Würfe und ein paar Abstimmungsfehler. So hielt Bielefeld in den ersten Minuten noch gut mit und ging sogar mit 3:2 (8.) in Führung. Es sollte aber auch die einzige der Gäste im gesamten Spielverlauf bleiben. Denn die Reaktion der Nettelstedter ließ nicht lange auf sich warten. Die Abwehrreihe stand gut, ließ keine freien Würfe und in den nächsten sieben Minuten auch keinen Treffer zu. So zog der Favorit schnell über 8:3 (15.) auf 10:4 (17:9 davon. Außenspieler Rene Glöckner hatte bis dahin schon sechs Treffer erzielt. Das TuS-Muster war dabei deutlich zu erkennen. Wenn die Bälle von der Deckung oder dem Torhüter abgefangen wurden, ging es sofort mit Tempo nach vorne. Das konsequente Passspiel war für die Gäste eindeutig zu schnell. »Wir haben das einfach gut gemacht, waren sehr schwer auszurechnen«, sagte Jankowski.

Er durfte mit ansehen, wie der Vorsprung seines Teams Schritt für Schritt größer wurde und nach 23 Minuten auf 15:6 angewachsen war. Bis zur Pause schlichen sich allerdings ein paar Szenen ein, in denen ein wenig zu fahrlässig agiert wurde. Die Auszeit des Trainers folgte prompt. »Wir brauchen keine Schnörkeleien, spielt klare Bälle«, lautete Jankowskis deutliche Ansprache.

Im zweiten Durchgang wurden die Worte beherzigt. Der TuS bestimmte weiterhin das Geschehen und konnte es sich leisten, das Personal munter durchzuwechseln. Dabei wurden sogar neue Systeme ausprobiert. Mit der Hereinnahme von Hendrik Buttke spielte Nettelstedt mit zwei Kreisläufern. »Das haben wir noch nicht gemacht, hat aber ganz gut geklappt. Dadurch hatte der Rückraum mehr Platz zum Schießen«, erklärte Jankowski seine Maßnahme. In der Abwehr agierte der TuS in der Schlussphase in einer 5:1-Formation mit Rene Glöckner an der Spitze.

Am Resultat änderten die Verschiebungen gar nichts. Nach 44 Minuten wurde der Abstand beim Stand von 26:16 erstmals zweistellig. Auch danach war gefühlt jeder Wurf ein Treffer. »Wenn wir zu Beginn nicht ein paar Chancen ausgelassen hätten, wären auch 40 Treffer und mehr möglich gewesen. Und hinten hätten es auch noch ein paar Gegentore weniger sein dürfen«, äußerte Jankowski Kritik auf höchstem Niveau. Unzufrieden war er nach dem nächsten Kantersieg seiner Mannschaft aber gewiss nicht.

TuS Nettelstedt II: M. Schröder, Wesemann – Kruse (2), Buttke, Schirge (7), Steinhauer (1), Oevermann (7), J. Schröder (6), Linne (2), Pohnke (1), Glöckner (9/4), Schulz, Byczynski (1)

Quelle: Westfalen-Blatt Lübbecke vom 24.Oktober 2016