Spielberichte

Frauen-Bezirksliga: TV Hille – TuS Nettelstedt II 19:19 (12:11) - Angst vorm Siegen

Von Julia Grotefeld

Die Vorbereitungen zu unserem Gastauftritt in Hille begannen früh: Bereits am letzten Wochenende schickten wir zwei Spitzel nach Kiel, um dort die entscheidenden Kniffe und Tricks für unser nächstes Duell abzugreifen. Leider haperte es etwas an der Umsetzung, weshalb wir uns die Punkte an diesem Wochenende mit den Gegnern teilen mussten.

 

Die Vorbereitungen zu unserem Gastauftritt in Hille begannen früh: Bereits am letzten Wochenende schickten wir zwei Spitzel nach Kiel, um dort die entscheidenden Kniffe und Tricks für unser nächstes Duell abzugreifen. Leider haperte es etwas an der Umsetzung, weshalb wir uns die Punkte an diesem Wochenende mit den Gegnern teilen mussten. Der Trainer bereitete uns in der Kabine auf einen Kontrahenten mit kompakter Abwehr vor. Es galt mal wieder, unsere Schnelligkeit dagegen einzusetzen und natürlich in der eigenen Defensive nichts zuzulassen. Mit genauerem Insiderwissen konnte er dieses Mal aber nicht imponieren, sodass uns eine gewisse Kennenlernphase sogar zugesprochen wurde.

Dass dieses Kennenlernen aber einen großen Teil der ersten Halbzeit einnehmen sollte, war so nicht geplant. Genau dort, wo wir uns schon so oft stark präsentierten, nämlich im undurchdringlichen 6:0-Verband, konnten wir uns in diesem Spiel 15 Minuten lang gar nicht auf den Gegner einstellen. Ein ausgeglichener Spielbeginn mündete so in einen 5:8 Rückstand. Es gab Handlungsbedarf. Die Abwehr wurde umgestellt, Ein-Mann-Mauer Inka wurde eingewechselt. Ab dann lief es besser für uns, wir drehten das Spiel mit einem 5:0-Lauf, der, neben der besser funktionierenden Defensive, maßgeblich aus dem sehr guten Zusammenspiel mit unserer Kreisläuferin Sunny resultierte. Unsere Führung konnten wir so bis zum Halbzeitstand von 12:11 behaupten.

Dem Trainer war unterdessen nicht entgangen, dass wir eben genau das, was er uns doch vor dem Spiel aufgetragen hatte, nicht umsetzten. Unsere Schnelligkeit wussten wir über lange Strecken gut zu verstecken, die Abwehr ließ die nötige Aggressivität vermissen und SCHON WIEDER hatten wir 11 Tore in der ersten Halbzeit zugelassen. Hatte er denn nicht oft genug gesagt, dass das zu viel ist? Der letzte Rat des Trainers für die zweite Halbzeit: „Für Auflöseerscheinungen sorgen...“ Wie bitte? Das ist ja mal eine ganz neue Taktik, ist das auch aus Kiel?

Wir schienen aber zugehört zu haben. Zu Beginn der zweiten Halbzeit setzten wir die Vorgaben besser um, bauten so unsere Führung über 14 Minuten bis zum 17:12 aus unserer Sicht aus. Der Gegner erholte sich aber, kam wieder heran. Und da setzten dann die „Auflöseerscheinungen“ ein. Unsere Nerven lösten sich quasi in Luft auf, wir trafen in 16 Minuten nur noch zwei Mal. Dazu kamen einige Fehler sowohl im Angriff als auch in der Abwehr. Am Ende nutzte der Gegner unsere Nervenschwäche geschickt und klaute uns mit zwei Tempogegenstößen noch einen Punkt. Fazit: Für diesen Gegner (und wahrscheinlich auch für einige weitere) reichte es nicht, unsere Stärken nur phasenweise zu zeigen. Beim nächsten Mal also wieder furchtlos weiter bis zum Schluss!

Apropos nächstes Mal: Am kommenden Wochenende spielen wir am Samstagabend um 19 Uhr in unserem Wohnzimmer in Nettelstedt gegen die Damen aus Möllbergen und laden alle Fans, Freunde und Handballbegeisterte ganz herzlich zu einem weihnachtlichen Handballabend ein! Kommt vorbei! #welcometoourwohnzimmer

Tor/LA/RL/RM/RR/RA/Kreis: Michele Berning, Corinna Vallo/ Jacky Meier (3), Jacky Kremser (1)/ Julia Schilling (6/3), Inka Otto/ Nadine Schilling (1), Henrike Maschmann (1)/ Marie Schilling (2), Jacky Burmester/ Anika Westerhoff, Julia Grotefeld (1)/, Janine Dauks (3), Tina Kottkamp (1)