Spielberichte

Frauen Verbandsliga: SC Westfalia Kinderhaus - TuS Nettelstedt 33:31 (21:18)

Von Marc Schmedtlevin

(WB) Das Verfolgerduell war gekennzeichnet von ungewöhnlich vielen Treffern. Dies deutete sich bereits in der Anfangsphase an. Nach einer Viertelstunde waren bereits 21 Tore gefallen, die Gastgeber führten mit 12:9. Innerhalb der nächsten Minuten egalisierte der TuS den Rückstand, die Führungen wechselten bis zum 16:16. Dann leisteten sich die Gäste bis zur Pause ihre schwächste Phase. Zwei technische Fehler und zwei Fehlwürfe sorgten dafür, dass Kinderhaus mit einer Drei-Tore-Führung in die Kabine ging. »Das kann passieren, wenn das Tempo so hoch ist und beide Mannschaften schnell die Abschlüsse suchen«, sagt TuS-Trainer Thorsten Waldmann, der mit 21 Gegentreffern nicht zufrieden konnte. Viele waren aus der ersten und zweiten Welle des Gegners entstanden.

Nach dem Wechsel wollte der TuS die Angriffe geduldiger ausspielen und setzte diesen Plan zunächst gut um. Nach vier Minuten war der Ausgleich hergestellt. Dann folgten allerdings zwei Schrecksekunden. Miriam Bolduan kassierte einen Pferdekuss, konnte nicht mehr weiterspielen. Danach wurde Mona Kruse beim Wurfversuch gefoult, landete unsanft auf dem Boden und fiel für zehn Minuten aus. Die Möglichkeiten im Rückraum waren dadurch begrenzt, die Partie blieb dennoch offen. Allerdings schaffte es nur Kinderhaus, sich auf zwei Tore abzusetzen. So auch beim 32:30. Sofie Hyvönen verkürzte per Siebenmeter noch einmal auf 31:32, doch Nettelstedt gelang kein Tor mehr. Dies lag auch an den abwartenden Schiedsrichtern. Nach einer Auszeit durften die Gastgeber ihren letzten Angriff über 73 Sekunden ausspielen – und schlossen ihn erfolgreich ab. »Vorher hatten die den Arm auch oben, deswegen konnte ich das nicht verstehen. Unsere Mädels haben aber toll gekämpft. Deswegen bin ich enttäuscht, aber nicht unzufrieden«, sagt Waldmann.

TuS Nettelstedt: Krömker, Lichtsinn – Walter (2), Hyvönen (8/5), Kaufmann (3), Bolduan (3), Gerling, Heitmann, Kruse (4), Olbrich (4), Schwier (3), Schubauer (4)

Quelle: Westfalen-Blatt Lübbecke vom 28. November 2016