Spielberichte

Frauen-Bezirksliga: TuS Nettelstedt II - TuS Möllbergen 22:19 (9:9) - Die mysteriöse Wirkung von Achims Jeans

Geschrieben von Julia Grotefeld

Jingle Bells, Jingle Bells... Am Samstagabend hatten wir zu einem weihnachtlichen Handballabend mit Glühwein, selbstgebackenen Keksen und einem spannenden Duell gegen die Gäste aus Möllbergen eingeladen. Alle drei Ankündigungen erfüllten wir besonders gewissenhaft: Der Glühwein schmeckte, backen können wir fast genauso gut wie Handballspielen und die Spannung des Spiels war für den ein oder anderen Zuschauer auf der gut gefüllten Tribüne vielleicht sogar etwas zu viel des Guten. Zurück bleiben unsere 4 Weihnachtsweisheiten:

Weihnachtsweisheit Nr. 1: „Mit zu viel Zettelwirtschaft kann man sich schon mal verzetteln.“ Im Gegensatz zum Spiel gegen Hille, in dem Achim über den Gegner nicht besonders viel preiszugeben hatte, wartete er dieses Mal mit einer Unmenge an Informationen verteilt auf unzählige Zettel auf, die nach und nach aus seinen Taschen auftauchten. Uns schwirrte der Kopf. Das Spiel begannen wir dennoch gut, Julz schoss uns mit zwei Rückraumtreffern und einem Siebenmeter in Führung. Bis zur 17. Minute hielten wir die 3-Tore-Führung, auch durch viele Paraden von Corinna (unter anderem 3 Siebenmeter), doch Möllbergen konterte und knabberte Tor um Tor an unserem Vorsprung. Vorne fehlten uns langsam die Ideen. Kröte konnte mit mehr Durchsetzungskraft am Kreis noch zwei Treffer erzielen, dennoch ging es mit einem 9:9-Remis in die Halbzeitpause.

Weihnachtsweisheit Nr. 2: „Schlagen können wir uns am ehesten selber.“ Zurück in der Kabine lag der Fokus dieses Mal nicht auf der Abwehr (wir hatten ja schließlich nur 9 Tore zugelassen, nicht wie sonst 11), sondern auf dem Angriff. Wir mussten wieder mehr arbeiten, das Spiel breiter machen, uns bewegen. Was dann aber passierte, kann eigentlich nur am Lampenfieber gelegen haben: Die Abwehr griff nicht mehr, Möllbergen marschierte mehrfach fast ungehindert zum Torerfolg. Vorne viele Fehlwürfe, manchmal auch ein bisschen Pech... Und so stand es auf einmal 11:14 (41. Minute).

Weihnachtsweisheit Nr. 3: „Es gewinnt, wer bis zum Schluss kämpft (und auch mal einen Heber wagt).“ Bis zur 45. Minute blieb Möllbergen mit 3 Toren in Führung, dann schlossen wir nach und nach auf. Das Spiel verlief weiter ausgeglichen, doch uns gelangen wieder mehr Treffer und Ballgewinne in der Abwehr. Beim 19:19 in der 55. Minute war klar: Hier gewinnt, wer bis zum Ende beißt und über seine Grenzen hinaus geht. Und dieses Mal zeigten wir, dass wir genau das können. Ballgewinn in der Abwehr, schnell nach vorne, Treffer zum 20:19 durch Julz, wieder Abwehr, Parade von Kyra, vorne Siebenmeter anderthalb Minuten vor Schluss... Einen Herzschlag lang stockte allen der Atem, als sich Kröte genau in diesem Augenblick überlegt, doch mal einen Heber zu versuchen. Aber das Ding war drin und die vorzeitige Entscheidung da. In der Abwehr kämpften wir noch einmal und Kyra ließ zwischen den Pfosten nichts mehr zu. Am Ende stand ein 22:19 auf der Anzeige und vielen eine erschöpfte Erleichterung im Gesicht.

Weihnachtsweisheit Nr. 4: „Wenn Achim seine Jeans trägt, wird’s nicht schön, aber am Ende gut.“ Achims Jeans saß das letzte Mal in Porta auf der Bank, und wer sich erinnert, weiß, dass das damalige Spiel nicht zu unseren Glanzleistungen zählte. An diesem Samstag mussten wir uns für unsere zwei Punkte am Ende ganz schön strecken, haben aber mit Kampfgeist gezeigt, dass wir den Sieg unbedingt wollen. Geholfen haben aber sicherlich auch unsere vielen Fans und Freunde auf der Tribüne, denen wir an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich für die Unterstützung danken. Kommt gerne wieder vorbei in unserem Wohnzimmer!

Tor/LA/RL/RM/RR/RA/Kreis: Corinna Vallo, Kyra Sudeck/ Jacky Meier (1), Jacky Kremser/ Julia Schilling (8/1), Jacky Burmester (2) / Nadine Schilling, Henrike Maschmann (3/1)/ Marie Schilling, Inka Otto/ Anika Westerhoff, Julia Grotefeld (2)/, Janine Dauks, Tina Kottkamp (6/1)