Landesliga: Nettelstedt II 34:24 gegen Oberlübbe - Der Tabellenführer ist wieder in der Spur

Von Volker Krusche

Nettelstedt(WB). Kurskorrektur gelungen. Und wie! Handball-Landesligist TuS Nettelstedt II hat gegen Nachbar Eintracht Oberlübbe nach zwei zuvor wenig überzeugenden Auftritten beim 34:24 (15:10) zurück in die Spur gefunden und zudem vom Braker Ausrutscher beim TV Hille profitiert.

 TuS-Trainer Michael Jankowski haderte lediglich mit den Abschlüssen seiner Mannen in der Auftaktviertelstunde. »Da haben wir einfach zu viel verworfen.« Außenseiter Eintracht Oberlübbe nutzte dies, um ein 4:5 in eine 7:5-Führung zu drehen. Es sollten die einzige Momente sein, in denen die abstiegsbedrohten Morsch-Schützlinge Hoffnung ausstrahlten. Mit einem 5:0-Lauf binnen vier Minuten machte der Tabellenführer dann deutlich, dass es des Guten genug sei. Aus dem 7:8 wurde eine 13:8-Führung, die man fortan nicht mehr aus den Händen gab. Das lag einerseits am ordentlichen Defensivverhalten, andererseits am nun besseren Zielwasser der Hausherren. Hinten ging man Eintracht-Torjäger Pascal Bekemeier mit einer doppelten Deckung an und verurteilte ihn zur Wirkungslosigkeit. »Wir haben in der Abwehr immer versucht, mit Zwei gegen Einen zu stehen. Und als Vorgezogener in unserer 5:1-Deckung hat Jan Schröder für viel Verunsicherung im gegnerischen Rückraum gesorgt«, analysierte Trainer Jankowski.

Schon zur Pause lagen seine Schützlinge mit fünf Toren in Front. ließen die Gäste kurz zum 13:16 verkürzen, ehe sie endgültig aufs Gaspedal traten und Nachbar Oberlübbe nur noch die Rücklichter zeigten. Innerhalb von neun Minuten war die Partie entschieden, den Gästen drohte beim 14:22 nach 40 Minuten nun sogar ein Debakel. »Wir hatten den Gegner in der zweiten Spielhälfte locker im Griff und haben unsere Führung letztlich souverän runtergespielt. Hinten waren wir konzentriert, vorn haben wir nun erfolgreich abgeschlossen. Oberlübbe fehlten letztlich einfach die Möglichkeiten.«

Michael Jankowski zeigte sich erfreut, dass die aufgetretenen Schwächen in den zurückliegenden beiden Partien wirklich nur auf die fehlende Kraft aufgrund der Grippewelle zurückzuführen war. Allen voran war das an Jan Schröder zu messen, der trotz einer Manndeckung von der ersten Spielminute an mit neun Treffern erfolgreichster Torschütze des Liga-Primus war. TuS Nettelstedt II: M. Schröder, Wesemann; Kruse, J. Schröder (9/1), Schirge (5), Steinhauer (2), Oevermann (1), Linne (1), Pohnke (3), Glöckner (6), Byczynski (7)

 

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Quelle: Westfalen-Blatt Lübbecke vom 13. Februar 2017