Spielberichte

Handball-Verbandsliga der Damen: Nettelstedt verliert mit 20:21 in Ibbenbüren

Altkreis Lübbecke (mas/tz). Zum Auftakt hatten die Verbandsliga-Handballerinnen des TuS Nettelstedt einen klaren Derbysieg gegen den TuS SW Wehe gefeiert. Am zweiten Spieltag drehten sich die Stimmungen. Während Nettelstedt auswärts verlor, feierte Wehe einen Heimsieg.

 Ibbenbürener SpVg II - TuS Nettelstedt 21:20 (10:9) Bittere Punktverluste in Ibbenbüren: Der Verbandsliga-Tabellenführer aus Nettelstedt musste seinen Platz an der Sonne schon nach dem zweiten Spiel wieder abgeben. Bei den mit einer Niederlage gestarteten Gastgeberinnen erwischten die Nettelstedter Damen trotz des ungewohnten Zwangsverzichts auf Harz und der damit verbundenen Umstellung den besseren Start. Über 3:1 hielt der Vorsprung fast 20 Minuten, ehe eine Zeitstrafe die erste Wende brachte und Ibbenbüren aus einem 5:7 ein 9:7 machte. Dass der Vorsprung zur Halbzeit noch halbiert wurde, hatte Nettelstedt einem verworfenen Siebenmeter Ibbenbürens zu verdanken. Im zweiten Abschnitt verlor Nettelstedt dann aber den Anschluss, weil es knapp neun Minuten bis zum ersten eigenen Torerfolg dauerte. Bis dahin war die Spielvereinigung auf 15:10 enteilt. Das wechselhafte Spiel schlug aber ausgerechnet am Punkt der höchsten Heimführung wieder für die Gäste aus, die sich mit einer umgestellten Abwehr zum zweiten Mal mit einer beeindruckenden Serie zurückmeldeten. Diesmal war es sogar ein 6:0-Lauf, der bis zur 45. Minute eine 16:15-Führug der Meyer-Mannschaft brachte. Danach blieb die Partie ausgeglichen, wobei Nettelstedt eine riesige Chance, in Führung zu gehen, mit einem weiten Wurf neben das Tor vergab – in Überzahl. »Alles auf den Ball schieben? Nein!«, ärgerte sich Co-Trainer Thorsten Waldmann über die verpasste Chance. Es sollte nicht die letzte verpasste bleiben: Nach Mona Kruses Ausgleich zum 20:20 hatte Nettelstedt 50 Sekunden vor Schluss den Ball – leistete sich dann aber einen kapitalen Torwart-Fehlpass direkt zu einer Gegnerin, die nur noch ins leere Tor werfen musste. Bei einem 20:21-Rückstand im Ballbesitz traf Nettelstedt dann noch einmal den Außenpfosten – die Restsekunden spielte Ibbenbüren dann gekonnt zuende. »Das war ein Kampf-Krampf-Spiel – am Ende waren die Köpfe natürlich unten«, ärgerte sich Thorsten Waldmann über den doppelt unglücklichen Ausgang der Partie. »Fehler passieren: Pech für uns, Glück für die...«

TuS Nettelstedt: Lichtsinn, Krömker – Radermacher, Walter, Borgmann, Hyvönen (5), Kruse (4), Martin, Bolduan (2), Gerling (2), Schwier (1), Schubauer (6)

Quelle: Westfalen-Blatt Lübbecke vom 18. September 2017