Handball-Verbandsliga: Nettelstedt unterliegt 21:28 in Hahlen

Hahlen/Nettelstedt (Kru). Riesenjubel beim TSV Hahlen, Ernüchterung beim TuS Nettelstedt II. Der Verbandsligaaufsteiger musste sich im berüchtigten Hahler Feld den Mannen von Dennis Eichhorn deutlich mit 21:28 (9:12) geschlagen geben.

TuS-Trainer Sebastian Redeker hatte schon im Vorfeld vor den Hausherren gewarnt, die sich seiner Meinung nach im bisherigen Saisonverlauf unter Wert verkauft hatten. Hatte seine Meinung nun seine Jungs verfehlt oder lag es einfach an der überragenden Defensivstärke der Hahler? Letzteres traf auf jeden Fall zu, denn die Hausherren hatten den torhungrigen Aufsteiger allein in der ersten 30 Minuten bei lediglich neun Torerfolgen gehalten. Einem schnellen 3:0 nach nicht einmal drei Minuten hatte der TSV ein 5:2 folgen lassen. Doch nach dem 6:4 spielten die Nettelstedter kurzzeitig ihre Stärken aus und zeigten, warum sie in der Tabellenspitze zu finden sind. Drei Tore in Folge bedeuteten die 7:6-Führung für den TuS. Es sollte im weiteren Verlauf der Partie aber die einzige für die Gäste bleiben, die nach 22 Minuten das Torewerfen für Halbzeit eins einstellten. Anders die Hahler. Sie legten nach und gingen mit einem 12:9 in die Pause.

Angetrieben vom ehemaligen Dankerser Marius Traue (12/3) und Luca Höltkemeyer (7/1), die allein 19 der 28 TSV-Tore erzielten, bauten die Gastgeber das Polster beim 14:9 gleich auf fünf Treffer aus und schienen bereits auf der Siegerstraße zu wandeln. Noch war es aber nicht soweit, denn Nettelstedt war eine Viertelstunde vor Schluss auf 17:18 herangekommen, nutzte nach einem vergebenen Hahler Siebenmeter aber die Chance zum Ausgleich nicht. Stattdessen legte der TSV zum 20:17 und 24:18 nach und hatte endgültig den Widerstand des TuS gebrochen.

TuS Nettelstedt II: M. Schröder, Wesemann; Schmidt, Kruse (1), Steinhauer (4), Schirge (2), Grzesinski (2), Ronning, Spreen, Oevermann (1), Pohnke, Glöckner (3/2), J. Schröder (8), Byczynski

Auch Jan Schröders acht Tore reichen in Hahlen nicht. Foto: WB

Quelle: Westfalen-Blatt Lübbecke vom 16. Oktober 2017