Spielberichte

Frauen Bezirksliga: TuS Nettelstedt 2 – SG Häver-Lübbecke 1: 16:20

Irgendwas ist ja immer. Und dieses Mal war es unsere Partie gegen Häver.

Dass uns gegen Häver ein harter Kampf erwartet – war klar.

Dass wir nach unserer eher holprigen Leistung gegen Espelkamp mal so richtig unser Können zeigen wollten – versteht sich von selbst.

Dass wir momentan aber vielleicht auch eine kleine Findungsphase durchlaufen – kann wohl sein.

Dass wir aber „immer so doll hauen“ – ist neu.

Aber besser mal von Anfang an: Samstagnachmittag, Nettelstedt, Wohnzimmer. Beim Aufwärmen sorgten wir schon mal für Abwechslung und fuhren die richtig harten Beats auf. Gefällt nicht jedem, muss es aber ja auch nicht. Einer motivierten und zupackenden Abwehrleistung von Anfang an hatte es zumindest nicht geschadet. Das Spiel begann als Kopf-an-Kopf-Rennen mit wenig Toren auf beiden Seiten. Bis zur 13. Minuten fielen nur 6 Treffer (3:3). Bis dahin hielten wir gut mit Häver mit, konnten vorne jedoch einige gute Chancen nicht verwandeln. Bei Michi im Tor bahnte sich hingegen bereits eine grandiose Leistung an, die sich im Verlauf des Spiels sogar noch steigerte.

Dennoch zog Häver dann doch davon. In der Abwehr taten sich Lücken auf, im Angriff vielleicht auch, aber wir nutzten sie nicht. Über 3:6 (16. Minute) und 5:10 (26. Minute) baute der Gegner den Vorsprung bis auf 6 Tore aus (6:12, 28. Minute). Am Ende der 1. Halbzeit betrieben wir noch Schadensbegrenzung, mit 4 Toren Rückstand ging es aber dennoch in die Kabine (8:12).

Neue Halbzeit, neues Glück, hieß es nach der Pause. Blöder Spruch, klappte aber tatsächlich. Wir robbten uns bereits bis zur 34. Minute auf 2 Tore an Häver heran (10:12) und drehten das Spiel sogar in der 42. Minute (14:13). Eine spannende Schlussphase bahnte sich an, fand dann aber leider doch nicht statt. Wir gestatteten Häver vielmehr einen 4:0-Lauf (23. Minute, 14:17) und wehrten uns auch in den letzten Minuten nur noch halbherzig. Eine etwas ungleichmäßige 7-Meter-Verteilung tat vielleicht ihr Übriges, war aber nicht der endgültig entscheidende Faktor. Das Problem lag wie so oft bei uns selbst und unserer weiterhin eher mäßigen Chancenverwertung. Da half es auch nicht mehr, dass Paula all ihre Brutalität, die sie im Rahmen des Regelwerkes unterbringen konnte, in den Ring warf und auch vehemente Proteste ihrer Gegenspielerin cool an sich abprallen ließ (s. oben).

Endstand 16:20, leider nichts geholt. Unser Kampfgeist war zwar die ganze Zeit zu spüren, nur Tore werfen kann der leider nicht. Wir sind mäßig zufrieden, aber auch nicht am Boden zerstört. Am Samstag geht’s weiter, auf nach Vlotho!

Corinna Vallo, Michele Berning/ Jacky Meier (1), Anika Westerhoff/ Julz Schilling (4/3), Jaqui Burmester/ Tinte Schilling (1), Marie Schilling (2)/ Natze Kremser, Inka Otto/ Paula Laubenstein (2), Julia Grotefeld (2)/ Tina Kottkamp (1), Sunny Dauks (3)