Handball-Verbandsliga: TuS Nettelstedt schlägt HSG Spradow 37:29 - »Das war ein Arbeitssieg!«

Von Ingo Notz

Nettelstedt(WB). »Das war ein Arbeitssieg«, zeigte sich Sebastian Redeker trotz des 37:29-Erfolgs gegen die HSG Spradow nicht gerade begeistert vom Auftritt seiner Mannschaft. Handball-Verbandsliga-Aufsteiger TuS Nettelstedt II bleibt damit Tabellenerster.

 

 Früher zusammen in der Bundesliga, am Samstag zusammen in derVerbandsliga – diesmal aber als Trainer gegnerischer Teams: die früheren Nettelstedter Erstligaspieler Markus Hochhaus (links) und Sebastian Redeker.

Beim Wiedersehen zweier ehemaliger Nettelstedter Bundesligaspieler behielt der damalige Nachwuchsspieler Redeker (»Eigentlich waren wir damals eher Trainingsgäste als Bundesligaspieler...«) gegen den Ex-Nationalspieler Markus Hochhaus, seit 2015 Cheftrainer in Spradow, die Oberhand. Gefallen hat ihm der Auftritt allerdings nicht vorbehaltlos. »Es waren zu viele überhastete Aktionen, vorm Tor waren wir ab und zu zu unkonzentriert, das hat mir nicht gefallen«, kritisierte Redeker, dass seine Mannschaft den Gast für seinen Geschmack zu oft zu leichten Gegentoren eingeladen hat.

Vor allem in der Anfangsphase verspielten die Nettelstedter so zweimal erste höhere Führungen: Aus einem 5:1 wurde ein 5:4 und aus einem 8:5 in Unterzahl nach einer Zeitstrafe gegen Maurice Schirge ein 9:8. Diese kleinen Probleme aus der Anfangsviertelstunde legten sich dann aber rechtzeitig und die dritte größere Führung, die sich der von Anfang an überlegen wirkende TuS dann erarbeitet hatte, sollte dann das Fundament für den Gesamtsieg werden. Initialzündung dafür war nicht zuletzt ein gehaltener Siebenmeter: Bei einer 10:8-Führung schickte Sebastian Redeker für einen Siebenmeter erstmals in diesem Spiel Jan Wesemann auf die Platte – und der bedankte sich sofort mit einer wichtigen Parade. Den Ballgewinn nutzte im schnellen Gegenzug Tobias Oevermann zum 11:8. Beim folgenden Spradower Angriff war Rene Glöckner dann nicht nur im Kopf schneller als alle anderen, schnappte sich einen eigentlich nicht schlechten Pass der Gäste und rannte zum 12:8 davon, kurz danach sorgte ein weiterer Gegenstoß für das 13:8 und hinten hielt Keeper Maik Schröder den Vorsprung auf hohem Niveau. Beim 14:8 nahm Markus Hochhaus seine erste Auszeit – an der Sechs-Tore-Differenz änderte es bis zur Pause nichts: 19:13.

Die zweiten 30 Minuten waren dann Formsache – auch dank einiger Paraden von Jan Wesemann wuchs der Vorsprung bis auf zehn Tore an (30:20/46.). Danach fehlte es allerdings an der Konzentration, die Partie konsequent zuende zu spielen. So kam Spradow noch einmal bis auf sechs Tore heran, ehe der TuS am Ende einen standesgemäßen Heimsieg mit acht Toren Differenz feierte und seine Tabellenführung verteidigte: »Mit dem Start bin ich super zufrieden, das ist mehr, als ich mir erhofft habe«, zog Sebastian Redeker nach dem dritten Sieg im dritten Spiel ein zufriedenes Zwischenfazit.

TuS Nettelstedt II: Schröder, Wesemann – Mündemann (4), Kruse (3), Steinhauer (1), Schirge (2), Ronning, Spreen (3), Oevermann (4), Thielking, Pohnke (2), Glöckner (9/1), Schröder (9), Byczynski

Jonas Mündemann brachte über rechts Schwung in den Nettelstedter Angriff.

Quelle: Westfalen-Blatt Lübbecke vom 25. September 2017

 

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