Handball-Verbandsliga: 19:31-Niederlage - Nettelstedt im Formtief

Harsewinkel/Nettelstedt (mas). Im Jahresendspurt scheint dem TuS Nettelstedt ein wenig die Puste auszugehen. Der Verbandsliga-Aufsteiger kassierte eine 19:31 (8:16)-Pleite bei der TSG Harsewinkel. Drei der vergangenen vier Partien gingen nun verloren.

Die Euphorie des Aufstiegs hatten die Nettelstedter zunächst bestens transportiert, überrollten ihre Gegner teilweise. Doch mittlerweile ist vor allem der Offensivmotor in Stocken geraten. Nach 19 Treffern im Heimspiel gegen Hahlen in der Vorwoche gelangen nun auch nur 19 Tore in Harsewinkel. »Wir haben erneut nicht den gewünschten Bezug zum Spiel gefunden. Uns fehlt aktuell die Stabilität«, sagte Sebastian Redeker. Der TuS-Trainer musste erneut auf seinen Topspieler Jan Schröder verzichten und dessen Fehlen machte sich erneut deutlich bemerkbar. Ganz so einfach will es sich Redeker aber nicht machen: »Jan ist natürlich sehr wichtig für uns, aber auch die anderen haben schon gezeigt, dass sie es können. Es liegt nicht nur an Jans Ausfall.«

Die Lücke konnte bei der TSG nur Chris Byczynski ausfüllen. Dem Linkshänder, der durchgängig im rechten Rückraum zum Einsatz kam, erzielte starke zehn Treffer – damit aber auch schon mehr als die Hälfte der Nettelstedter Tore. »Mit den anderen werden wir intensiv arbeiten. Es handelt sich um eine junge Mannschaft, die lernen muss«, sagte Redeker, der sich mit seinem Team nicht optimal auf Harsewinkel vorbereiten konnte. Das Training am Donnerstag war aufgrund zu vieler erkrankter und angeschlagener Spieler abgesagt worden. Als Ausrede wollte Redeker dies aber nicht gelten lassen.

In den ersten Minuten präsentierte sich die TuS-Reserve auch noch ordentlich, legte eine 3:2-Führung vor (3.). Doch danach lief erst einmal gar nichts mehr zusammen. Bis zur 21. Minute setzte sich die TSG Harsewinkel, die durch den Heimsieg an Nettelstedt II vorbeizog, auf 12:4 ab. Diese acht Tore Vorsprung wurden bis zum 16:8 auch in die Pause transportiert. Die Vorentscheidung war damit schon gefallen.

»Wir wollten in der zweiten Hälfte weniger auf das Ergebnis, sondern mehr auf uns schauen«, benannte Redeker das Ziel. Ein etwas besserer Spielfluss war beim TuS II auch zu erkennen, viel mehr allerdings auch nicht. Auch der zweite Durchgang ging verloren – dieses Mal aber »nur« mit vier Toren.

TuS Nettelstedt II: M. Schröder, Wesemann – Mündemann, Schmidt, Kruse, Steinhauer, Schirge, Ronning (1), Spreen (1), Oevermann (4), Pohnke, Glöckner (3/2), Byczynski (10), Schnepel

Unzufrieden: Trainer Sebastian Redeker musste die nächste Niederlage des TuS Nettelstedt II mit ansehen. Foto: Schmedtlevin

Quelle: Westfalen-Blatt Lübbecke vom 11. Dezember 2017

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