Handball-Verbandsliga: Nettelstedt II unterliegt Bergkamen 25:28 - Das ist ärgerlich

Von Ingo Notz

Nettelstedt(WB). Bittere Heimpleite: Handball-Verbandsligist TuS Nettelstedt II hat am Samstagabend gegen den Tabellensiebten HC TuRa Bergkamen eine 25:28-Schlappe kassiert.

Der Zug nach ganz oben ist mit dem längerfristigen Ausfall Jan Schröders längst abgefahren – mit der sechsten Saisonniederlage dürfte nun auch der Kampf um den zweiten Platz aus dem Visier geraten sein. Der Blick geht eher nach unten,. denn nach Minuspunkten hat Gegner Bergkamen am Samstag mit den Nettelstedtern gleichgezogen – und sind es nur noch vier Punkte Polster auf den Viertletzten der Verbandsliga, die HSG Altenbeken/Buke.

Auf dem Weg dahin musste Nettelstedt früh in der ersten Halbzeit einen personellen Rückschlag verkraften: Jannis Kruse hatte trotz der Nachwirkungen einer Grippe versucht, seinem Team zu helfen – nach wenigen Minuten ging aber nichts mehr. Mitte der ersten Halbzeit verloren die Gastgeber dann erstmals den direkten Anschlusszug – und hätten auf Umwegen trotzdem fast noch als Erster das Ziel erreicht. Nach dem Halbzeitrückstand wuchs der Rückstand in den zweiten 30 Minuten zunächst auf drei Treffer an, zu schnelle Gegentreffer auf der einen Seite, zu leichte Ballverluste und Pech im Abschluss mit Pfostentreffern auf der anderen Seite ließen Nettelstedts Aufholjagd zu einer zähen Angelegenheit werden. In der 47. Minute sorgte Chris Byczynski dann für den direkten Kontakt zum 23:24, Torwart Maik Schröder hielt glänzend – doch im Gegenzug vergab Nettelstedt wieder zu fahrlässig die Chance auf den Ausgleich. Den stellte Byczynski fünf Minuten vor dem Ende zum 25:25 her, direkt danach parierte erneut Schröder stark – und Nettelstedt hatte plötzlich den Sieg in der Hand. Ein leichter Passfehler schenkte den Vorteil aber wieder her – Bergkamen nahm das Geschenk dankend an und legte in die Nettelstedter Frustration hinein noch zwei Treffer nach – eine unnötige Heimniederlage war perfekt. »Da hätten wir das Spiel breiter machen müssen«, ärgerte sich Trainer Sebastian Redecker über die mangelnde Flexibilität beim Beantworten der taktischen Schachzüge der Gäste. Immerhin stimmte am Samstagabend die Einstellung: »Wir haben uns sehr gut herangekämpft, die Moral war sehr gut, aber dann haben wir das Spiel mit zwei einfachen Fehlern weggeworfen«, monierte Redecker das Auslassen zu vieler Chancen in der entscheidenden Schlussphase der Partie. Vorwürfe gab es deswegen aber nicht: »Das ist ärgerlich – aber das passiert. Wir konnten diesmal eben das Momentum nicht für uns nutzen. So war die Niederlage irgendwie auch verdient, die waren schon reifer. Das haken wir jetzt ab – und nächste Woche geht es weiter.« Bitter: Tobias Oevermann musste mit einer Sprunggelenksverletzung vorzeitig raus – die Diagnose steht noch aus.

TuS Nettelstedt II: Schröder, Wesemann – Schmidt (1), Kruse, Steinhauer, Schirge (6), Grzesinski (3), Ronning (1), Spreen, Oevermann (4), Pohnke (3), Glöckner (1), Byczynski (6)

Quelle: Westfalen-Blatt Lübbecke vom 29. Januar 2018

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