Spielberichte

Frauen-Bezirksliga: TuS Nettelstedt 2 – HSG Hülhorst 2: 21:23

Es war das Duell „vor dem Berg“ gegen „hinter dem Berg“. Oder „hinter dem Berg“ gegen „vor dem Berg“. Oder „durch den Berg“, „über den Berg“, „um den Berg herum“... Wie auch immer die Eingeborenen unter uns es bezeichnen würden, das Aufeinandertreffen der beiden Dörfer am gegenüberliegenden Fuß des Wiehengebirges war wie immer mit besonders viel Spannung geladen.

In die Partie starteten wir gut, führten zunächst mit 2:0. Dann aber gingen die Ideen im Angriff aus, während der Gegner immer wieder Wege fand, den Ball in unserem Tor unterzubringen. Über 2:4 (8.), 3:7 (13.), 4:8 (14.) und 5:10 (17.) setzten sich die Hüllhorsterinnen ab. Wir konnten uns zwar wieder herankämpfen (8:10, 21. Minute), für den Ausgleich reichte es aber nicht. In die Halbzeit ging es mit einem 3-Tore-Rückstand (10:13).

Um gegen die 6:0-Abwehr des Gegners zu punkten, mussten wir gefährlicher werden. Auch mal was riskieren. Und hinten das ein oder andere Tor verhindern. In der zweiten Halbzeit gelang das nur teilweise besser. Wir hielten zwar mit Hüllhorst mit, der entscheidende Schritt darüber hinaus, der zu einem Ausgleich oder gar einer Führung geführt hätte, fehlte aber. Unser Rückstand bewegte sich vielmehr immer in einer Spanne zwischen 3 und einem Tor. Beim 17:18 in der 47. sah es dennoch nach einem zähen Kampf bis zum Ende aus, den wir durchaus auch noch für uns hätten entscheiden können. Dann aber führten einige unglückliche Fehler zu 22:17-Führung für die Gegnerinnen (52.), die spielentscheidend sein sollte. Bis zwei Minuten vor Schluss hatten wir uns zwar wieder auf zwei Tore herangekämpft (21:23), für mehr reichte es an diesem Samstag aber definitiv nicht.

Es fehlten: Spritzigkeit, Spielideen, Sicherheit... und ein Schnürsenkel. Vielleicht war dessen Zerreißen bereits ein Zeichen, vielleicht müssen wir uns aber auch damit abfinden, dass unsere Leistungen momentan weniger mit unserem Können als vielmehr mit dem jeweiligen Gegner und dessen Einfluss auf unsere tagesaktuelle Spielmentalität zusammenhängen. Die Berg- und Talfahrt geht zumindest weiter. ABER: Das Ende unserer Gebirgstour ist noch lange nicht erreicht... und der Abgrund kriegt uns sowieso nicht.

Corinna Vallo, Michele Berning/ Jacky Meier (1), Anika Westerhoff, Jacky Kremser/ Julz Schilling (2), Jaqui Burmester/ Marie Schilling (4)/ Natze Kremser (2), Janina Grothaus (8/7)/ Paula Laubenstein (3), Julia Grotefeld/ Tina Kottkamp (1), Sunny Dauks

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