Handball-Verbandsliga: TuS II spielt 30:30 - Glöckner rettet einen Punkt

Lübbecke (hw). Glücklicher Derbypunkt für die Verbandsliga-Handballer des TuS Nettelstedt II: Gegen LiT II lag der TuS in der Schlussminute noch mit zwei Treffern zurück, durfte sich beim 30:30 (17:16) aber doch noch über einen Zähler freuen. »Und deshalb ist das definitiv auch ein gewonnener Punkt«, sagte Nettelstedts Trainer Sebastian Redecker.

Dabei gab es im Prinzip eigentlich schon gar nichts mehr zu gewinnen für den TuS: Als Juri Bockermann drei Minuten das 30:27 für Nordhemmern erzielte, schien die Partie beinahe schon verloren. Chris Byczynski verkürzte zwar auf 28:30, doch allmählich tickte die Uhr gegen den TuS. Bis es dramatisch wurde: Torben Boehlke stellte 47 Sekunden vor dem Ende den Anschluss wieder her, auf der anderen Seite flatterten plötzlich mit einem verworfenen Siebenmeter die LiT-Nerven.

Drei Sekunden vor der Schlusssirene bekamen die Nettelstedter noch einmal einen Freiwurf zugesprochen und damit die letzte Chance auf den nicht mehr für möglich gehaltenen Punkt. Erneut Byzcynski traf allerdings nur den Innenpfosten. Doch der meinte es gut mit dem TuS: Vom Aluminium prallte der Ball Rene Glöckner in die Hände, der in letzter Sekunde zum 30:30 traf. »Die Jungs wollten auf keinen Fall verlieren. Das spricht für unsere Moral«, lobte Redecker den Punktgewinn.

Dennoch musste sich der TuS nach Abpfiff zumindest kurz die Frage stellen, ob nicht auch ein Sieg möglich gewesen wäre. Nettelstedt verpasste es, eine starke erste Halbzeit mit einer deutlicheren Führung zu krönen. »Wir hatten die Chancen, uns deutlicher abzusetzen«, sagte Redecker. Stattdessen schloss sein Team die Angriffe aber immer wieder überhastet ab, statt geduldig auf die Lücke in der abgezockt auftretenden LiT-Deckung zu warten. Zwar setzte sich Nettelstedt Mitte der ersten Halbzeit so noch auf 13:10 ab, konnte Nordhemmern in der Folge aber nicht abschütteln.

Die Gäste spielten nach der Pause stattdessen ihre »Qualität und Erfahrung« aus und machten dem TuS das Leben immer schwerer – auch weil das Nettelstedter Spiel zunehmend eindimensionaler und leichter auszurechnen wurde. »Wir sind sehr rückraumlastig geworden«, sagte Redecker. Die Anspiele an den Kreis zu Jesper Thielking und dem schon vorab angeschlagenen Jannis Kruse kamen immer seltener an. Gleichzeitig stellte LiT die Geduld der jungen Nettelstedter Mannschaft mit lang ausgespielten Angriffen immer wieder auf die Probe – und zwang sie bis zur dramatischen Schlussphase damit nur scheinbar in die Knie.

Die Herbstpause kommt Redecker nach drei Spielen innerhalb von sechs Tagen trotz des Rückwindes nicht ungelegen. »Es war schon zu spüren, dass bei einigen die geistige Frische nach diesem harten Programm in der englischen Woche gefehlt hat.«

TuS Nettelstedt II: Hucke/Kostka – Mündemann (2), Schmidt, Kruse (1), Nedeljkovic (8), Krassort (1), Böhlke (2), Spreen (1), Oevermann, Thielking (1), Glöckner (6/1), Byczynski (7).

Rene Glöckner (Mitte) sicherte der Nettelstedter Reserve mit der Schlusssirene das 30:30.

Quelle: Westfalen-Blatt Lübbecke vom 08. Oktober 2018

 

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