Spielberichte

2. Frauen Handball: HSG EURo 2 vs. TuS Nettelstedt 2 – 14:31

Es fehlte nur noch, dass eine alte, buckelige Hexe wie aus dem Nichts in unserer Mitte auftauchte und mit drohender Stimme den Weltuntergang (oder die Schließung von Zalando) prophezeite. Die schlechten Vorzeichen, die uns an diesem Samstag nach Unterlübbe begleiteten, waren ansonsten nicht mehr zu übertreffen:

– Achim erkrankt (Zitat Schnappi: „Sieht aus wie der Torwart vom Handgranatenwurfstand.“

– Trikotkoffer kaputt

– Hosenbänder an den Trikothosen aufgeknotet

Als dann noch der Schiri fehlte, großes Hin und Her bezüglich Spielverlegung oder Ersatzschiedsrichter entstand und zu guter Letzt PINKE Leibchen über ROTEN Trikots getragen werden mussten, war das Fass schon fast übergelaufen. Dennoch sammelten sich beide Mannschaften doch noch eine gute halbe Stunde nach der eigentlichen Anwurfzeit, um dem Samstagabend mit ein wenig Handball zu bereichern.

Nach kurzer Desorientierung aufgrund der noch nicht ganz abgeklungenen allgemeinen Verwirrung, die Euro nutzte, um schnell 1:0 in Führung zu gehen, starteten auch wir ins Spiel. Und vielleicht war ja doch eine Hexe da, die uns mit einem Fluch belegte. Wenn das so war, kann sie das gern öfter machen. Denn für uns lief es ab sofort wie am Schnürchen. Bis zum 1:8 (19. Minute) landeten wir einen Treffer nach dem anderen, häufig aus dem Positionsspiel heraus über die Rückraumpositionen und den Kreis und ließen auch in der Abwehr nichts zu. Schaffte es der Gegner doch mal, durch unsere Reihen durchzukommen, war da immer noch Corinna, die auch ohne Rückendeckung von Kyra (die leider nur geistig dabei sein konnte) cool blieb und den Kasten souverän sauber hielt. In den letzten 10 Minuten der ersten Halbzeit konnte Euro zwar doch noch ein paar Treffer landen, unsere Führung blieb aber bei einem Halbzeitstand von 6:13 weiter ungefährdet.

In der zweiten Halbzeit zeigte sich die Abwehr des Gegners zunächst kompakter, sodass der kontinuierlichen Ausbau unserer Führung erst mal stockte. Bald lief es aber wieder und über 7:17 (38.) und 8:23 (45.) war die Nummer beim 9:26 (47.) in knochentrockenen Tüchern. Erfolgsgarant war auch weiterhin unsere sehr gute Defensivleistung (inkl. Torhüter) und dass wir schnelle Balleroberungen über Tempogegenstöße in zügige Tore verwandelten. In den letzten 12 Minuten schlichen sich dann doch noch ein paar Flüchtigkeitsfehler ein, die dem Gegner einige 7-Meter bescherten, im Großen und Ganzen zogen wir das Spiel aber souverän bis zum Ende durch. Erfreulicher Endstand: 14:31.

Wir lernen: Aberglaube und schlechte Omen können uns gar nichts, wir ertragen Pink auf Rot über 60 Minuten ohne bleibende Schäden und selbst das Hickhack um einen fehlenden Schiedsrichter kann uns an einem guten Tag nicht stoppen. Es hat doll Spaß gemacht, gerne wieder.

Gute Besserung Achim, wir hoffen, der Sieg ist die beste Medizin!

Corinna Vallo/ Jacky Meier (9/5), Jacky Kremser (6)/ Celine Grote (7), Inka Otto/ Denise Grote (1)/ Natze Kremser (4)/ Anika Westerhoff (1)/ Kröte Kottkamp (3)

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