Spielberichte

Handball-Landesliga: 23:16 gegen Nettelstedt – Wende vor der Pause - Wehe feiert klaren Derbysieg

Von Marc Schmedtlevin

Rahden(WB). Jubel auf der einen Seite, Enttäuschung auf der anderen: Die Handballerinnen des TuS SW Wehe haben das Derby der Landesliga mit 23:16 (12:10) gegen den TuS Nettelstedt gewonnen. So deutlich sah es zunächst allerdings gar nicht aus.

In einer hektischen Anfangsphase mit so manchem Fehler waren es nämlich zunächst die Gäste, die die Führung übernahmen. Beide Teams wollten auf das Tempo drücken, Nettelstedt fand zunächst aber die besseren Lösungen. Mit einigen Übergängen im Angriffsspiel konnte Lücken in der Weher Deckung gefunden werden. Die Belohnung war ein 5:2 nach neun Minuten. Die Schwarz-Weißen fanden auf der Gegenseite nicht zu ihrem Rhythmus. Sie konnten ihre Spielzüge nicht wie gewohnt durchbringen, da Spielmacherin Neele Bruhn von der ersten Minute an von Marie Schilling in Manndeckung genommen wurde. Auf den anderen Positionen fehlte es häufig an der nötigen Bewegung, um die großen Räume auf dem Feld zu Treffern zu nutzen. »Wir waren am Anfang total nervös. Alle wussten, dass es in diesem Spiel um Big Points gehen würde«, sagte Wehes Trainer Armin Hensel, den vor allem die vielen technischen Fehler seiner Mannschaft in der Anfangsphase ärgerten.

Mit zwei Paraden von Lea Hartlage fanden die Gastgeber nach etwa 20 Minuten dann aber in die Partie. Und vorne kam mit Lorena Tacke auf der Mitte und Neele Bruhn daneben auch mehr Struktur hinein. Jetzt war es der Nettelstedter Angriff, der sich vorne Fehler erlaubte und hinten nicht mehr konsequent genug zupackte. So kam Wehe zu einem 4:0-Lauf und ging durch Celine Langschmidt mit 8:7 in Führung (23.). Als dann auch noch Jenny Neuberger einen Siebenmeter von Maja Gerling parierte und auf der Gegenseite Bruhn per Strafwurf zum 12:10 traf (beides 60.), war die Wende komplett. »Das war unsere Initialzündung«, sagte Trainer Hensel im Nachgang. Der Vorsprung zur Pause habe bei seiner Mannschaft für zusätzliches Selbstvertrauen gesorgt.

Ganz anders war die Stimmungslage plötzlich im Nettelstedter Lager. »In der zweiten Halbzeit haben wir dann lange das Handballspielen eingestellt. Da gingen dann auch die Köpfe nach unten«, stellte Coach Thorsten Waldmann fest. Er musste 13 Minuten lang auf den ersten Treffer seiner Spielerinnen warten. Zu diesem Zeitpunkt war das Spiel schon zu Gunsten der Weherinnen entschieden. Sie zogen bis zur 40. Minute auf 17:10 davon. Die Grundlage dafür schaffte weiterhin Jenny Neuberger im Tor, die noch weitere zwei Siebenmeter parierte und auch andere Paraden zeigte. Darüber gewann auch der SW-Angriff an Sicherheit. Vorne wurde die Chancen so mit mehr Ruhe als in Durchgang eins zu Toren genutzt. »Ich wollte der Mannschaft wieder das Sieger-Gen einpflanzen, das hat funktioniert«, freute sich Hensel.

Bei Nettelstedt passten im Angriff häufig die Abstände nicht mehr. Manchmal stand man zu nah an der Weher Deckung, dann wieder zu weit weg, um für Gefahr zu sorgen. »Das müssen wir noch lernen, dass wir unsere Vorgaben konsequent einhalten«, sagte Waldmann, dessen Team in der Spitze mit neun Treffern in Rückstand geriet (14:23, 57.).

TuS SW Wehe: Hartlage, Neubeger – Bredenkötter (1), Langschmidt (1), Möll (4), Hoischen (2), Hoppe (1), Bruhn (10/8), Hartmann (1), U. Clemens (1), Lappe, C. Clemens (1), Tacke (1)

TuS Nettelstedt: Berning, Schütte – Walter, Borgmann (4/1), Maschmann (1), Kaufmann (2), Gerling (1/1), M. Schilling (3), Martin (2/1), J. Schilling (1), Laubenstein (2)

Enttäuschung beim TuS um Trainer Thorsten Waldmann.

Quelle: Westfalen-Blatt Lübbecke vom 05. November 2018

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