Verbandsliga: Nettelstedt II verliert 25:28 - Eine Hälfte zum Vergessen

Lübbecke (mas). Der erste Heimsieg soll einfach nicht gelingen. Beim 25:28 (10:16) gegen den TV Emsdetten II genügte dem TuS Nettelstedt II eine Steigerung in der zweiten Hälfte nicht.

Es hatte seine Gründe, warum TuS-Trainer Sebastian Redeker nach der ersten Halbzeit noch länger auf seiner Bank saß und analysierte. Bei seiner Mannschaft war bis dahin nur wenig zusammengelaufen. Die Folge: ein 10:16-Rückstand nach 30 Minuten.

Den Gastgebern fehlte von Beginn an die Lockerheit im Angriff. Für die Treffer musste viel investiert werden, Emsdetten tat sich da doch deutlich leichter. Bis zum 7:7 (14.) hielt die TuS-Reserve die Partie aber noch vollkommen offen. Erst dann wurden die Probleme deutlich aufgedeckt. In der Offensive, der mit Jannik Ames, Hannes Krassort und Jonas Mündemann drei ganz junge Spieler zum Einsatz kamen, trafen die Nettelstedter nun reihenweise die falschen Entscheidungen. Dies galt aber auch für die gestandenen Akteure. »Wir haben viel zu häufig den Abschluss über die Mitte gesucht. da hatte der groß gewachsene Block des Gegners leichtes Spiel. Mit 1,80 Meter wird man über einen Zwei-Meter-Block nun einmal nicht rüber kommen«, schimpfte Redeker, der die Ruhe und Übersicht seines serbischen Rückraumspielers Nenad Nedeljkovic (er wartet in Belgrad auf ein neues Visum) schmerzlich vermisste.

Die Gäste wurden zu Kontern eingeladen und nutzten die Chancen gnadenlos über die erste und zweite Welle aus. Dabei offenbarte der TuS II immer wieder Lücken im Rückzugsverhalten, mehrfach liefen die Emsdettener im Rücken der Abwehr ein und trafen zur 14:8-Führung (23.).

Erst mit der zweiten Hälfte nahm das Nettelstedter Spiel geordnetere Züge an. Die Deckung stand nun besser und vorne wurden die Abschlüsse eher über die Halbpositionen gesucht. Gleich dreifach setzte der TuS zu einem 3:0-Lauf an und belohnte sich nach 50 Minuten mit dem Ausgleich beim 23:23. »Wir hatten dann sogar die Chance zur Führung«, sagte Redeker.

Die Aufholjagd hatte offensichtlich aber viel Kraft gekostet, so schlichen sich in der Schlussphase noch einmal Fehler ein. Diese nutzte Emsdetten aus und setzte sich wieder ab. Mit dem Tor zum 26:23 (53.) war die Vorentscheidung gefallen. »In der zweiten Halbzeit habe ich nichts zu meckern, wir haben das Spiel davor verloren. Die Niederlage tut richtig weh«, sagte Redeker.

TuS Nettelstedt II: Hucke – Mündemann (1), Schmidt (2), Kruse, Schirge (2), Krassort (1), Spreen (1), Oevermann, Thielking, Glöckner (10/9), Ames (1/1), Byczynski (7)

Der junge Jannik Ames war einer der Nettelstedter, der die Lücken in der Emsdettener Abwehr suchte.

Quelle: Westfalen-Blatt Lübbecke vom 05. November 2018

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