Spielberichte

1.Frauen Landesliga TV Verl II - TuS Nettelstedt 19:22 (11:8)

Energieleistung sichert uns die ersten Punkte in dieser Saison beim starken Aufsteiger in Verl.

Um mit genügend Energie in diese Partie zu gehen, trafen wir uns am vergangenen Samstag bereits um 9.30 Uhr zum gemeinsamen Frühstück in der Sportsbar im Sportzentrum in Nettelstedt. Die ungewöhnliche Anwurfzeit um 13 Uhr in der Fremde sollte so überbrückt werden und natürlich sicherstellen, dass die Spielerinnen nicht bis kurz vor der Abfahrt noch in den Federn liegen. Dieser Schachzug ging auch auf. Fast auf. Noch am Abend vorher hatten wir über das am nächsten Morgen bevor stehende Frühstück innerhalb der Mannschaft gesprochen. Aus Gründen der weiteren Rücksichtnahme kann ich an dieser Stelle nur mitteilen, dass eine ihrer Schwester sehr ähnlich sehende Spielerin dann doch das früh morgendliche Frühstück vergessen hatte (wirklich vergessen? wir glauben ihr das mal an dieser Stelle aus weiteren Gründen der Rücksichtnahme), aber immerhin, bei verspätetem Eintreffen, Salz im Gepäck hatte, womit dieser kleine Fauxpas noch zu entschuldigen war und die hart gekochten Eier nicht so fade schmecken sollten. So machten wir uns nach dem ausgiebigen Frühstück schließlich auf nach Verl. Kleinere Radioindifferenzen (es wechselten mehrere Sender von allein in rascher Reihenfolge) führten zu ersten Erheiterungen bei den Mitreisenden. In der Sporthalle in Verl angekommen, mussten wir bei Betrachten des Spielberichtsbogens erkennen, dass ja erst der zweite Spieltag war und einige Spielerinnen der Verler 1.Damen auch mal ganz gerne gegen uns spielen wollten. Ach wie schön, dachten wir uns und es folgte ein spannendes Handballspiel. Bis zur 10 Minute konnten wir das Spiel beim 3:2 für die Heimmannschaft noch ausgeglichen gestalten. Wenn ich zuvor von einem genialen Schachzug (Frühstück -> früh aufstehen) gesprochen habe, dann nehme ich das hiermit wieder zurück. Denn es war wohl für einige von uns deutlich zu früh. Die Verler Mädels ballerten uns zwischen der 10. und 19. Minute mal eben in 9 Minuten ins Handballnirvana. An so einem Punkt würden wohl viele sagen, dass die Mannschaft mausetot war. Und das war sie auch. Jedoch nur ein kurzer Moment, ein Atemaussetzer, Reanimation. Nach einer Auszeit beim 6:2 in der 14. Minute stellten wir die Abwehr um und brachten neues Personal auf die Platte. Doch zu diesem Zeitpunkt half auch diese Maßnahme nicht auf Anhieb. Wir mussten Verl bis zur 23. Minute auf 11:4 davon ziehen lassen. Erst danach fingen eine erneute Abwehrumstellung und der zuvor schon angesprochen Personalwechsel an, Früchte zu tragen. In den verbleibenden 7 Minuten der ersten Halbzei konnte Michele Berning im Tor einige wichtige Bälle abwehren, Johanna Beitans, Marie Schilling, Leonie Borgmann und nochmal Johanna Beitans verkürzten zum Pausenstand von 11:8. Nanu, da geht ja noch was, Reanimation gelungen. Während sich die Verler Verantwortlichen und Spielerinnen immer mehr mit den Unparteiischen auseinander setzten, konnten wir in der Schlussphase der ersten Halbzeit endlich mal zeigen, was wir zu leisten im Stande sind. Nach dem Pausentee brachten uns einige Zeitstrafen wieder etwas deutlicher ins Hintertreffen und beim 15:10 für Verl in der 39. Minute haben wohl nur noch die Wenigsten mit einem anderen Spielausgang gerechnet. Doch ab jetzt fightete die Mannschaft und schaffte beim 17:17 Ausgleich in der 49. Minute erstmalig den Anschluss. Ab jetzt war Feuer im Spiel. Beim 18:19 in der 55. Minute unsere erste Führung im Spiel nach tollen Paraden von Michi Berning und Steals von Denise Grote und Johanna Beitans. Brenzlig wurde es in der 58. Minute noch einmal, nachdem Vanessa Olbrich zum 19:21 einnetzte, wir in der Abwehr jedoch schnell einen Siebenmeter hinnehmen mussten. Den parierte die für den 7m eingewechselte Katharina Wiebe phänomenal souverän. Leonie Borgmann war es dann vergönnt den Endstand von 19:22 herzustellen. An dieser Stelle möchten wir gerne noch einmal, auch für alle mitlesenden Pressevertreter, darauf aufmerksam machen, dass Leonie Borgmann die Torschützin zum 19:22-Endstand war.

Fazit: Wir haben erst sehr spät ins Spiel gefunden, dafür jedoch umso gewaltiger. Johanna Beitans war mit 11 Toren nicht nur die Top-Torschützen in diesem Spiel, sondern auch in der Abwehr eine ganz wichtige Säule unserer Mannschaft. Tolle Leistung Johanna, mehr davon. Doch ich muss die gesamte Mannschaft loben, die eine tolle Moral bewiesen hat und niemals aufgab. Prima Mädels. Am kommenden Sonntag müssen wir nun zu unserer dritten Auswärtsaufgabe hintereinander antreten und hoffen, dass wir den guten Trend aus dem letzten Spiel fortsetzen können. Auf gehts, Attacke!    

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