Spielberichte

1.Frauen Landesliga TG Herford - TuS Nettelstedt 19:19 (12:9)

Punktgewinn im dritten Auswärtsspiel in Serie.

In einem schwachen Landesligaspiel konnten wir am Ende noch, etwas glücklich, einen Punkt mit nach Hause nehmen und gehen jetzt mit ausgeglichenem Punktekonto in unser erstes Heimspiel am kommenden Samstag gegen den HCE aus Bad Oeynhausen (17 Uhr Anpfiff im Sportzentrum Husen). In Herford liefen wir in der gesamten ersten Hälfte dem Spielgeschehen hinterher. Herford zog in der 7. Minute auf 4:1 davon und verteidigte den Vorsprung bis in die Halbzeitpause. Wie bereits in den vorherigen Spielen schafften wir es nicht, mit Anpfif der ersten Halbzeit, unsere Vorgaben sofort in die Tat umzusetzen. Die Abwehr viel zu löchrig und passiv, wodurch Herford immer wieder einen Durchbruch durch unsere Abwehr schaffte und frei vor unserer Torhüterin auftauchte. Im ersten Durchgang nutzte Herford noch fast jede sich bietende Gelegenheit zum erfolgreichen Torwurf, profitierte hier ein ums andere Mal von unserer Nachlässigkeit und konnte mit Hilfe einiger ungläubiger Pfiffe und ausgeprägtem Stimmorgan viele Spielsituationen für sich entscheiden. Wie bereits in Verl brachte eine Abwehr- und Personalumstellung noch in der ersten Halbzeit noch nicht die Wende für uns. Mit Beginn der zweiten Halbzeit lief es dann jedoch deutlich besser und in der 35. Minute waren wir beim 12:11 auf Tuchfühlung. In der Folgezeit agierte unsere Abwehr jetzt aggressiver. Herford gelang längst nicht mehr alles und wir waren beim 18:17 in der 56. Minute noch immer im Spiel. Zahlreiche vergebene Chancen unsererseits (auch beim 18:17) liessen uns aber an diesem Tag nicht als Sieger in Frage kommen. Zu oft scheiterten wir an den gut aufgelegten Torfrauen der Herforderinnen oder an uns selbst im Abschluss. Beim 19:17 und noch exakt 2 Minuten und 27 Sekunden zu spielen, zogen wir noch einmal die Reißleine und nahmen eine Auszeit, um auch die letzten Kampfgeister aufzuschütteln. Henrike Maschmann verwandelte bei 58:09 sicher vom Siebenmeterpunkt zum 19:18 Anschlusstreffer. Eine Minute vor dem Ende schaffte Henne dann den zweiten Ausgleich in diesem Spiel (1:1) . In den verbleibenden 53 Sekunden hatten sowohl Herford als auch wir noch zweimal Ballbesitz, der aber auf beiden Seiten zu nichts führte. Bei dieser Spielbetrachtung und gerade der der letzten Minute, können wir wohl von einem Punktgewinn sprechen. Insgesamt hat unsere Abwehr, auch dank Michele Berning, die bei ihrer Einwechslung in der 39. Spielminute gleich einen 7m abwehrte, in der zweiten Hälfte gut funktioniert. Nur sieben Gegentreffer in der zweiten Halbzeit zeugen davon. Leider haben wir selbst zu viele Chancen nicht genutzt. Bei einer besseren Chancenauswertung hätten wir mit einer schwachen (schwach erschien mir hier angemessener als dreckigen) Gesamtleistung tatsächlich dieses Spiel gewinnen müssen. Aber auch dieses Spiel zeigt, dass wir weiter dazu gelernt haben und uns niemals aufgeben. In der vergangenen Saison wäre ein solches Spiel sicherlich noch deutlich gegen uns ausgegangen. Es ist noch viel Luft nach oben da und wir werden alles daran setzen, am kommenden Samstag besser und ansehnlicher Handball zu spielen als zuletzt. Anekdote am Rande: Herford legte nach dem Spiel Einspruch ein. Die Schiedsrichter hatten beim Stand von 9:7 für Herford ein Tor von Herford wegen Kreis betretens nicht gegeben und den versehentlich gestellten Treffer für Herford in der Halbzeit korrigiert. Jeder mag sich seine eigene Meinung dazu bilden, ob dies sportliches Fair-Play ist, wenn man einen Sieg zugesprochen bekommen will, für ein Tor, was nie gefallen ist. 

Fazit: Wir müssen uns gewaltig steigern, wenn wir vor der Herbstpause noch einmal punkten wollen. Luft nach oben ist genug da. Wir müssen es jetzt nur mal auf die Platte bekommen und nicht erneut die erste Halbzeit verschlafen. Mit 3:3 Punkten aus drei Auswärtsspielen zu Beginn der Serie können wir Punkte technisch sehr zufrieden sein. Mit unserer Leistung allerdings noch lange nicht. Auf geht's, Attacke.

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