Chance zur Verlängerung nur knapp verpaßt

Aus der Nettelstedter Sporthalle berichten Christoph Blase (Text) und Stefan Pollex (Foto)

Nettelstedt (WB). Die Pokalsensation blieb aus bei den Nettelstedter Damen, am Ende stand jedoch ein Achtungserfolg. Mit 21:24 (11:13) mußte sich der Regionalligist dem stark besetzten Zweitligisten Teutonia Riemke knapp geschlagen geben. »Mit dem Ergebnis bin ich zufrieden. Die Chance zur Verlängerung war da. Auch in der ersten Hälfte hatte ich das Gefühl, daß wir hier eine Chance hatten zu gewinnen«, lag für Nettelstedts Trainer Torsten »Jerry« Meyer eine Überraschung in der Luft.

Ausschlaggebend dafür, daß sich doch die ranghöhere Mannschaft am Ende durchsetzte, war deren stark besetzter Rückraum. Dabei profitierten die Nettelstedterinnen noch durch den Ausfall von Riem-kes norwegischer Olympiasiegerin Conny Hamann-Boeriths. Die lange in der Bundesliga für Leverkusen aktive Mittelspielerin knickte in der 20. Minute um und hatte bis dahin lediglich einen Treffer erzielt. Doch ihre Lücke schlossen Ruta Biezine und Andrea Kaltenbrunn ausgezeichnet, die zusammen insgesamt 19 der 24 Treffer erzielten.

Die Gäste aus Bochum erwischten den besseren Start und zogen auf 0:3 davon, doch Nettelstedt hielt gut dagegen und glich zum 6:6 aus. Beim 9:8 lag die Meyer-Truppe erstmals in Front, woraufhin Riemke das Ruder zum 11:13-Pausenstand wieder herumriß.

Nach dem Seitenwechsel gelang den Gastgebern mit einer konzentrierten Leistung der Ausgleich und in der 36. Minute die 14:13-Führung durch Hanna Horstmann.

Riemke hingegen nahm sich eine Auszeit und brauchte neun Minuten, um mit dem 14:14-Ausgleich den ersten Treffer im zweiten Durchgang zu erzielen. Dann fand der Rückraum jedoch zu alter Durchschlagskraft zurück, Biezine und Kaltenbrunn stellten die Nettelstedter Abwehr vor scheinbar unlösbare Aufgaben. Im Angriff der TuS-Damen hingegen übernahm außer Sylke Rösener, mit neun Treffern abermals beste Schützin, niemand die Verantwortung. Das wußte auch »Jerry« Meyer nach dem Spiel zu bemängeln. Vor allem Vanda Dejanovic blieb doch hinter ihren Möglichkeiten zurück. Nach dem zwischenzeitlichen 15:19 kämpfte sich Nettelstedt noch einmal auf zwei Tore heran und hielt das bis zum 21:23. Am Ende fehlte jedoch die Substanz, den Zweitligisten in die Verlängerung zu zwingen.

Quelle: Westfalen-Blatt - Lübbecker Kreiszeitung

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